Detroit |
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Als der Franzose Antoine Laumet de la Mothe Cadillac im Jahre 1701 am Ufer des Detroit River landete, erkannte er die strategische Bedeutung des Ortes und baute mit seinen Soldaten das Fort Pontchartrain du Detroit. Während der nächsten Jahrzehnte lebten in der Umgebung des Forts vor allem französische Bauern, Pelzhändler und Indianer. Mitte und Ende des 18. Jahrhunderts gelangten erst die Briten und dann die Amerikaner in den Besitz von Detroit. 1803 wurde in Detroit das erste Postamt Michigans eröffnet. Von 1805 bis 1837 war Detroit die Hauptstadt des Michigan Territory, dem Vorläufer des Bundesstaates Michigan, der 1837 als 26. Staat in die Union aufgenommen wurde. (1847 wird das zentraler gelegene Lansing die Hauptstadt von Michigan.) Seit den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts gab es in Michigan eine starke Anti-Sklavereibewegung. Viele Sklaven aus den Südstaaten gelang über Michigan die Flucht in die Freiheit. Als Widerstand gegen die Sklaverei wurde 1854 in Jackson, ebenfalls im Süden Michigans, die Republican Party gegründet. Durch die Stimmen dieser Partei verabschiedete das Parlament von Michigan Gesetze gegen die Verfolgung entflohener Sklaven in Michigan.
Nach Jahren des Siechtums kommt "Motor City" langsam wieder ins Rollen. Die Ruinen im Stadtzentrum werden renoviert, die Flucht der Einwohner in die Vorstädte nach den Unruhen in den späten 60er Jahren kehrt sich langsum um. Den besten Blick auf die von der Autoindustrie geprägten Stadt haben Besucher bei einer Rundfahrt mit dem People Mover. Dabei kann man sich nicht verirren, denn diese Hochbahn fährt nur in einer Richtung und im Kreis. Ein Spektakel typisch amerikanischer Art erlebt man beim Besuch eines Baseball Spieles der Detroit Tigers. Aber auch sonst kommen Sportfreunde in Detroit auf ihre Kosten: American Football gibt's bei den Detroit Lions, Basketballfans gehen zu den Pistons und erstklassiges Eishockey bieten die Red Wings. Lohnenswert sind auch der Besuch des Henry Ford Museums und des benachbarten Greenfield Village. Musikfreunde kommen natürlich nicht am Motown Museum Hitsville USA vorbei. Wer sein Urlaubsgeld verspielen möchte, kann dies in einem der Detroiter Casinos oder im kanadischen Windsor, auf der anderen Seite des Rouge River gelegen, tun. Essen kann man sehr gut im Gastronomieviertel Greektown.
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